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Das große Ferienerlebnis zu Ostern
Jan, Ann-Christin und Christoph freuten sich schon lange auf die Ferien. Gemeinsam durften sie wieder auf ihre Lieblingsinsel reisen. Es war schon viele Jahre her, dass sie das letzte Mal dort waren. Sie konnten sich noch so gut an alles erinnern: die schattigen Bäume auf den Bergen, das uralte Schloss mit den vielen Türmen und Zinnen. All das wollten sie unbedingt wieder sehen.
Eine Woche später gingen die drei Abenteurer von dem Schiff an Land und sofort begann eine Wanderung in die Berge. Oben angekommen war Ann- Christin etwas irritiert. Anders als beim letzten Mal konnte sie von dort über die ganze Insel sehen – kein Baum störte ihren Blick. Auf der einen Seite des Berges fehlte sogar ein ganzes Stück, hier hat es einen großen Erdrutsch gegeben. Jan aber freute sich über die schöne Aussicht.
Als es immer heißer wurde, machten sich die drei auf die Suche nach einem schattigen Platz. Christoph erzählte den beiden von dem großen Wald, in dem man so viel Schatten gefunden hatte und in dem man auch die Tiere beobachten konnte. Nur leider gab es diesen Wald nicht mehr. Schließlich fanden sie zwischen den Felsen eine kleine Höhle. Hier war es etwas kühler. Erleichtert ruhten sie sich aus.
Frisch gestärkt machten sie sich wieder auf den Weg. Jan wollte den beiden anderen unbedingt noch das uralte Schloss zeigen. Mit viel Freude liefen die drei oben auf den Mauern herum, als Ann- Christin plötzlich stehen blieb. Sie zeigte auf eine Figur aus Stein, deren Hut ganz merkwürdig aussah. Christoph sagte: „Man könnte meinen, die Motten hätten ihn zerfressen. Kann das sein?“ Beim genaueren Hinschauen sah Jan, dass alle Figuren auf den Mauern kaputter aussahen, als er es in Erinnerung hatte. Die drei nahmen sich vor, in den nächsten Tagen hierüber zu forschen.
Da es langsam Abend wurde, machten die drei Abendteurer sich auf den Heimweg. Unterwegs kamen sie an einem Garten vorbei. Hier wuchsen wunderbare Blumen, ganz anders als bei ihnen daheim im Schulgarten. Ein Mann und eine Frau waren gerade dabei, neue Pflanzen in ein Beet zu setzen. Ann- Christin, Jan und Christoph überlegten nicht lange und fragten, wie es den beiden gelungen war, so tolle Pflanzen großzuziehen. Die beiden Gärtner lächelten und zeigten auf eine Box, in der die Kinder eine Menge Regenwürmer entdeckten, aber auch abgeschnittenes Gras, trockenes Laub und vieles andere. Gerne wären sie geblieben, um noch mehr darüber zu erfahren. Aber leider mussten sie gehen. So kauften sie den Gärtnern noch ein paar Samen ab, die sie ihren Eltern schicken wollten, gemeinsam mit all den schönen Dingen, die sie bei ihrem Ausflug gesammelt hatten.
Am nächsten Morgen überlegten sie, wie sie das Päckchen packen und auspolstern könnten, damit der große Stein die kleine Muschel und das Schneckenhaus nicht zerstörte. Während sie noch überlegten, stieß Jan Christoph erschrocken in die Seite. Auf einem großen Schild stand, dass das Schiff leider nicht mehr an Land fahren konnte, da es nirgendwo mehr Treibstoff auf der Insel gab. Wie sollten sie jetzt nach Hause kommen?
Die drei Abenteurer schauten sich an, als Ann- Christin plötzlich anfing zu jubeln. Sie sagte zu den anderen beiden: „Dieses Problem gibt uns Gelegenheit, zu zeigen, was wir können! Lass uns ein Boot erfinden, das ohne Treibstoff auskommt!“
Sofort machten sich Ann- Christin, Jan und Christoph an die Arbeit. Sie begannen mit ihrer Suche nach passendem Material am Strand. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie die Hände voll mit leeren Plastikflaschen, alten Schwämmen, Leinen und Resten von Fischernetzen. All diese Sachen hatte ihnen das Meer an Land gespült.
Ein paar Kinder, die ebenfalls am Strand gespielt hatten, schlossen sich den drei jungen Forschern an. Gemeinsam wollten sie all den Beobachtungen der drei Freunde auf den Grund gehen, um die Veränderungen, die sie hier wahrgenommen hatten, zu verstehen. Vielleicht könnten sie ja etwas entwickeln, um die Natur auf dieser kleinen Insel zu bewahren.
Redaktion LWS